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Mittwoch, 8. November 2017

Wen heiraten wir heute?

Die Kassen vieler europäischer Unternehmen sind zu Zeiten niedriger Zinsen gut gefüllt und was liegt da näher als eine strategische Akquisition?
Wertsteigerung durch Unternehmenszukauf ist dieser Tage also eine häufige Überlegung bei europäischen Unternehmen unterschiedlicher Grösse. Strategische Überlegungen reichen vom Erwerb von Konkurrenten im gleichen Geschäftsbereich bis hin zur vertikalen Akquisition von Unternehmen in angrenzenden Geschäftsbereichen. Die Logik der Akquisition ist weitestgehend bekannt: Eine horizontale Akquisition soll nach erfolgreicher Integration zu einer Verteilung der Kosten der sekundären Wertschöpfungsprozesse auf mehr Geschäftsvolumen führen und damit zur Kostendegression und Margenverbesserung. Die vertikale Akquisition soll unter Nutzung bestehender Unternehmensfähigkeiten angrenzende Geschäftsfelder mit höheren Margen erschliessen und damit die durchschnittliche Profitabilität im Unternehmen steigern.

Mit diesen oder ähnlichen Überlegungen begeben sich also mehr und mehr Unternehmen auf die Suche nach Akquisitionszielen. Wie findet man nun aber das richtige Akquisitionsziel?

Wer suchet, der findet
Manchmal ist es ganz einfach: Der Dialog mit dem Zielunternehmen bestand schon, bevor der Käufer wusste, dass er ein Käufer ist. Zumeist ist es viel anspruchsvoller – dann beginnt mit gefüllter Kasse und strategischer Vision die Suche. Eine solche Suche nach einem Zielunternehmen birgt die Chance, eine Landkarte der eigenen Industrie zu erstellen, Konkurrenten und die Attraktivität angrenzender Geschäftsbereiche zu analysieren und damit nicht zuletzt auch die eigene Strategie und Zielsetzung der Akquisition zu überdenken und zu überprüfen – allenfalls auch unter Zuzug eines Drittblicks.
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Freitag, 29. September 2017

Führen in Zeiten der «digitalen Transformation»

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Sie ist in aller Munde, die digitale Transformation! Vorträge werden gehalten, millionenschwere Projekte gestartet, neue Strukturen und Prozesse werden eingerichtet, ja sogar ein Vorstandsposten wird eingerichtet: Der CDO (Chief Digital Officer).
Was sich jedoch genau hinter der digitalen Transformation verbirgt, welchen Zielen die Transformation dient und welche Anforderungen an die Führung des Unternehmens aus ihr erwachsen, das ist eher nebulös und umstritten. Wie so häufig ist die gewünschte Veränderung nicht klar, und somit auch die Ausgestaltung des entsprechenden Führungsverhaltens eher Produkt des Zufalls.

Wir sind uns sicher schnell einig, dass die digitale Transformation alle Geschäftsbereiche des Unternehmens betrifft: Ob wir uns mit der Logistik, der Produktion, dem Vertrieb oder auch den unterstützenden Prozessen (Finanzen, Controlling, Marketing, Personalwesen) beschäftigen, es geht darum, effektiver und effizienter den internen oder externen Kunden zu erreichen. Die Effektivität kann am Erfolg der Befriedigung des Kundenbedarfs gemessen werden, also am Grad der Neukundengewinnung und der Bestandskundenbindung. Die Effizienz beschreibt den Aufwand, den wir dafür betreiben. Digitale Medien unterstützen dabei, durch optimale Nutzung der vorhandenen Daten und Informationen, die Wertschöpfung zu steigern. Soweit die Theorie.
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