Freitag, 12. Januar 2018

Was bedeutet «Business Transformation» für die Unternehmensführung und für die Mitarbeiter?

Beinahe jeden Tag wird ein neuer Business-Trend durchs Dorf getrieben, der die Performance der Unternehmen ins beinahe unermessliche steigen lassen soll oder dann mindestens dafür sorgen soll, dass die Unternehmen weiterhin erfolgreich am Markt bestehen können.

Einmal ist es die digitale Transformation, das nächste Mal künstliche Intelligenz, dann wieder Robotik und am Ende dann noch Mitarbeiter-Zentrierung, welche den Unternehmen die Erleuchtung bringen soll.

Verstehen Sie mich nicht falsch – das alles sind Entwicklungen, Trends, Technologien und Konzepte, die Ihre Berechtigung haben und für die Zukunft der Unternehmen von entscheidender Bedeutung sein können und teilweise auch sein werden.

Wenn wir aber alle Entwicklungen und Themen, die potentiell für die Unternehmen relevant sein könnten im Griff halten wollten und keine Opportunität verpassen möchten, so wird das voraussichtlich eine Mammutaufgabe, die enormen Kosten verursachen wird und mitunter nicht zum Unternehmensfortbestand beitragen wird – im Gegenteil, unkoordinierte und nicht priorisierte Vorhaben in diesem Umfeld werden eher einhergehen mit Chaos und Verlust von Fokus des Unternehmens auf den Markt. Deshalb ist Vorsicht und Umsicht geboten, wenn wir uns mit der Zukunftsentwicklung des Unternehmens auseinandersetzen.

Alle oben erwähnten Entwicklungen, Business- und Technologie Trends, die ohne Zweifel auf uns zukommen, führen mit Bestimmtheit zur Notwendigkeit, das gesamte Unternehmen oder Teile davon zu transformieren (zu verändern) und zwar im Hinblick auf Prozesse, Organisation und Anwendung von Technologien in der Wertschöpfungskette des Unternehmens.

Um diese Transformation im Unternehmen erfolgreich zu gestalten, sind ein paar wesentliche Fähigkeiten und Regeln in einer Unternehmung notwendig. Diese Fähigkeiten müssen gezielt entwickelt und gefördert werden und Regeln, wie das Unternehmen Geschäftsveränderungen vollzieht, müssen definiert und für alle transparent sein und eingehalten werden.
Es ist kein Meister vom Himmel gefallen und alleine durch externe Beratung wird sich das nicht bewerkstelligen lassen, denn am Ende ist das Unternehmen selbst für die erfolgreiche Umsetzung verantwortlich. Diese Verantwortung kann nicht externalisiert werden, sondern muss zwingend von der Unternehmensleitung wahrgenommen werden!

Nun denn – was ist zu tun?

Als allererstes muss klar sein, wohin das Unternehmen will. Eine klar und für die Mitarbeiter verständlich formulierte Beschreibung des Zielzustandes muss her; schon nur zu Kommunikationszwecken, denn wie soll den Mitarbeitern klar sein, «wohin die Reise gehen soll und wie man am Ziel ankommt», wenn das Unternehmen dies nicht klar formulieren und postulieren kann? Damit ist nicht gemeint, dass allgemeine Aussagen wie z.B. „… wir wollen CRM Customer Relationship Management intensivieren …“ formuliert und kommuniziert werden müssen, sondern es empfiehlt sich, klare Zielsetzungen mit anschaulichen Aussagen, wie das geschehen soll, zu konkretisieren (d.h. gegenüber den Mitarbeitern klar zu stellen, WIE das geschehen soll).

Ein zweiter wesentlicher Punkt ist, dass im Unternehmen genügend Projekt-Knowhow (methodisches und konzeptionelles Können) vorhanden sein muss, um solche Transformationsvorhaben von innen her zu führen. Fakt ist, dass es in vielen Unternehmen zu wenig Knowhow hat, um solche Projekte strukturiert zu führen (und das ist bei grösseren Veränderungsvorhaben von entscheidender Bedeutung). Hier kann Abhilfe geschaffen werden, indem die Unternehmen gezielt an den Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter arbeitet (und hier kann externe Beratung Unterstützung bieten).

Als dritter und entscheidender Punkt ist unbedingter Umsetzungswille und Umsetzungskraft bei der Führungsmannschaft notwendig. Oft werden diese sog. „Schlüsselvorhaben“ zu halbherzig in Angriff genommen und beim ersten Widerstand werden die Waffen gestreckt – und eines ist sicher: Veränderungsprojekte werden immer zu grossen Widerständen führen, da die Mitarbeiter und die Führungskräfte ihre liebgewonnenen Gewohnheiten ablegen müssen und ihr Verhalten und Ihre Arbeitsweisen (bis hin zum Führungsverhalten) massiv verändern müssen. Leider liegen solche Verhaltensweisen irgendwie nicht im Naturell des Menschen, sondern man muss sich (und sein unternehmerisches Umfeld) ab und an dazu zwingen. Und das erfordert Mut und Standhaftigkeit.

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