MaaS im Praxistest – Kann Car-Sharing sich gegen klassischen Autobesitz durchsetzen?

MaaS (Mobility-as-a-Service) ist den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Besonders in Europas Großstädten sind MaaS Fahrzeuge deutlich sichtbar im öffentlichen Straßenverkehr. MaaS beinhaltet unter anderem Taxidienste (z.B. via Apps), Peer2Peer Car-Sharing und B2C Car-Sharing.  In diesem Impuls möchten wir Ihnen Einblicke darin geben, wann B2C Car-Sharing attraktiv sein könnte und haben zu diesem Zweck einen Praxistest durchgeführt

PRAXISTEST

Für unseren Car-Sharing-Test ging es am Sonntagmorgen an den Strand und in die Stadt. Das führte uns von Amsterdam nach Den Haag und zurück.  Bei verschiedenen Anbietern ist es möglich, die Buchung in einer Stadt zu starten und in einer anderen wieder zu beenden. Dies war auch bei unserem Test der Fall.

10.50 Uhr: Beim Öffnen der App erscheint eine Meldung, dass das nächste verfügbare Auto fünf Minuten zu Fuß entfernt ist.
10.55 Uhr: Ankunft beim Auto, welches sich über die gleiche App direkt öffnen lässt. In der App ist sichtbar, dass die Reichweite für die vorgesehene Fahrt ausreichend sein wird. Wir können direkt losfahren.
12.05 Uhr: 67 km weiter in Scheveningen kann das Auto direkt am Strand abgestellt werden. Die Rate wird pro Minute berechnet, damit Autobahnfahrten deutlich günstiger sind als Stadtfahrten. Die Erwartungshaltung an den Verbraucher ist, dass er nach Möglichkeit das Auto nach der Fahrt an einer Ladesäule anschließt. Falls das nicht gemacht wurde, wird bei einer Restreichweite von weniger als 15 km eine zusätzliche Gebühr für Transportkosten erhoben.
16.30 Uhr: Nach einer Wanderung am Strand und durch die Stadt steht um 16.30 Uhr die Rückreise an. In der Innenstadt von Den Haag neben der Einkaufsstraße sind mehrere Autos verfügbar. Zurück zum Strand zu gehen oder umzuparken ist nicht notwendig, wir können einfach ein anderes Auto aussuchen und losfahren. 
17:20 Uhr: 62 km weiter wird das Auto vor der Tür zu Hause geparkt und die Buchung wieder beendet. Die Schlüssel bleiben unbenutzt im Handschuhfach und die Abmeldung erfolgt auch wieder per App. Die Abrechnung erfolgt über Kreditkarte, die in dem Account hinterlegt ist.

Die Gesamtkosten für den Tag betragen €24,80 für den Hinweg und €22,05 für den Rückweg. Dafür fährt man ein modernes Elektroauto ohne Mehrkosten. Die Vorteile sind klar, der Flexibilitätsgrad ist sehr hoch und die Reise ist bequem und praktisch. Gespart wird vor allem beim Parken, da dies in der Rate bereits enthalten ist und alternativ mit dem eigenen Auto fast €20,00 (5h*€3,90) gekostet hätte.

AUSWIRKUNGEN FÜR OEMs UND HANDEL

Wie können OEMs und Handel auf diesen Trend reagieren? Mehrere OEMs investieren bereits in Car-Sharing und bieten den Dienst selbst an. Eine Entwicklung, die zum Direktgeschäft im Automobilvertrieb und dem heutigen Mobilitätsbedürfnis der Konsumenten passt, der aus einem neuartigen Mobilitätsmix besteht.

Der Praxistest war ein sogenanntes „Free-Floating“ Car-Sharing. Car-Sharing kann allerdings auch über „Stationen“ ablaufen, wobei Händler eine Rolle spielen können. Der Händler kann als Touchpoint zum Kunden einen Mehrwert bringen, indem er auf individuelle Wünsche des Kunden bei der Beratung eingehen kann.

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Berend Hoitink

Arbachstrasse 2d
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Schweiz